Campanero: Der Zeltanhänger aus den Niederlanden, der anders denkt
25 Jahre Erfahrung, niederländische Wurzeln, deutscher Anhänger — und ein modulares System, das es so noch nicht gab. Campanero ist neu auf dem deutschen Markt. Und hat einiges zu sagen.
Es gibt Produkte, bei denen merkt man sofort: Da haben Menschen dahinter gesessen, die das selbst genutzt haben. Campanero ist so ein Produkt.
Der niederländische Hersteller ist seit Kurzem auch in Deutschland erhältlich — über TF-Freizeitfahrzeuge in Bocholt, einen der wenigen Händler, die das Konzept bereits im Showroom haben. Und wenn man sich anschaut, was Campanero mitbringt, versteht man warum.
25 Jahre Erfahrung in jedem Scharnier
Die Menschen hinter Campanero haben nicht gestern angefangen. Über 25 Jahre Erfahrung im Entwerfen und Bauen von Faltwohnwagen stecken in dem Unternehmen — gesammelt auf Campingplätzen, in Werkstätten, und in Gesprächen mit Familien, die genau wussten, was ihnen fehlte.
Das merkt man an den Materialentscheidungen. TenCate KA-10 Zeltstoff — 280 g/m², halb Polyester, halb Baumwolle, wasser- und schmutzabweisend. Edelstahlgestänge 304 an jedem Scharnierpunkt. YKK-Reißverschlüsse. Und ein deutscher Anhänger mit Stoßdämpfern, vorbereitet für 100 km/h Zulassung.
Keine dieser Entscheidungen war die günstigste Option. Campanero macht das auf der eigenen Website explizit klar — und das ist ehrlicher als die meisten Hersteller.
Das Modulare: Die eigentliche Neuheit
Was Campanero von allem anderen unterscheidet, ist das Baukastenprinzip. Die drei Modelle — Pah-Pah, Eck-Oh und Char-Lee — teilen dasselbe Unterchassis. Der Wohnbereich ist per Reißverschluss befestigt und lässt sich tauschen.
Heißt konkret: Wer heute zu zweit reist, kauft den Pah-Pah. Wenn die Familie größer wird, kauft er nicht einen neuen Anhänger — er kauft einen neuen Wohnbereich. Das spart Geld, spart Ressourcen, und ist in der Zeltanhängerwelt bisher einzigartig.
Der Pah-Pah ist das kompakte Basismodell für zwei Personen — 1.507 Liter Gepäckvolumen, 185 bis 240 cm Stehhöhe, ab 13.950 Euro. Der Eck-Oh bietet bis zu vier Schlafplätze und ein geräumiges Vorzelt dazu. Der Char-Lee ist das größte Modell, für alle die wirklich Platz wollen.
Für wen das interessant ist
Campanero spricht eine Zielgruppe an, die man so beschreiben könnte: Leute, die beim Campen keinen Kompromiss mehr eingehen wollen, aber auch kein klassisches Wohnmobil-Feeling suchen. Die Freiheit wollen, unterwegs zu sein — aber abends wirklich gut schlafen. 160×200 cm Taschenfederkernmatratze, sieben Zonen, 440 Federn pro Quadratmeter, waschbarer Bezug bei 60 Grad.
Das klingt nach einem Hotel. Und das ist offenbar der Punkt.
Niederländisch durch und durch
Was noch auffällt: Campanero macht keine halben Sachen was Transparenz angeht. Alle Materialien aus Europa, Server in den Niederlanden, keine Tracking-Cookies. Das wirkt nicht wie Marketing — das wirkt wie eine Haltung.
Ob das Konzept sich in Deutschland durchsetzt, wird die nächste Campingsaison zeigen. Der erste Händler ist jedenfalls da. Und die Warteliste, so hört man, wächst.


